Alser-On-Tour

Mit der Harley durch den US-Westen

Das Reisetagebuch einer abwechslungsreichen dreiwöchigen Tour mit einer Harley-Davidson Road King über knapp 10.000km im Juni 2008

(Part 1: 09-15.06.08)


09.06.2008

340 mi Seattle, WA – Bend, OR -- Start 13.15 Uhr, Stop 20.00 Uhr Mexikanisch essen, Frühstück bei Apple Bee, Standard Hotel

 

Hauptsächlich leichter Regen und Wolken, Interstate alles gerade aus, nach Mt. Hood klart es auf, weiter kalt

 

10.06.2008

410 mi Bend, OR – Quincy, CA -- Bagles mit Jam, Originelles Hotel mit allerlei Krimskrams

 

Weiter kalt und windig, Start mit sämtlichen Klamotten, zwischen Bend und Lapine schneit es, wir lassen Crater Lake wegen Kälte und Schnee ausfallen, über Klamath Falls durch Lava Beds Nat'l Monument, Strecke meist gerade aus, langsam wird es wärmer, durch den Lassen Vulcanic Nat'l Park geht es über den höchsten Punkt der Strecke (2600m). Wir beobachten vulkanische Aktivitäten, der schweflige Geruch ist markant. Um die durchschnittlich 20$ Eintritt in die Nat'l Parks zu umgehen, schaffen wir uns einen Jahrespass für 80$ an und haben nach nur wenigen Parks den Preis wieder raus. 

 

11.06.2008

310 mi Quincy, CA – Lee Vining, CA --  Burger im American Diner, schönes Standard-Motel

 

Ganztägig Sonnenschein ohne eine störende Wolke. Wir sind auf der Kante der Sierra Nevada mit Reno als größte Stadt heute. Weiter zum Lake Tahoe, super Panorama. Ganz in der Nähe die leider geschlossene Ponderosa Ranch, Richtung Süden geht es weiter über herrliche Pässe. Es wird immer wärmer! Abstecher über 3 Meilen Gravel Road nach Bodie, einer Geisterstadt. Kurz darauf zum Mono Lake mit seinen zum Teil skurril geformten Tuffsteinen. Die gute Nachricht: nach Jahren (Jahrzehnten?) des Abzapfens wird der Mono Lake endlich aufgefüllt.

 

12.06.2008

320 mi Lee Vining, CA – Tulare, CA -- Subway und IHOP, Motel 6

 

Und wieder keine Wolke am Himmel. Wir klettern den Tioga Pass hinauf und durchqueren bei zunehmeder Hitze den Yosemite Park. Tolle Kulisse! Buschfeuer! Weiter nach Süden in die Ebenen, affig heiß, via Fresno zurück in die Berge in den Kings Canyon und Sequoia Natl. Park. Riesige Bäume und kurvige Strecke! Da lacht das Bikerherz :-) Südlich nach Visalia. Um 19.30 noch 33°C warm

 

13.06.2008

312 mi Tulare, CA – Death Valley, CA -- Steak und Frühstücksbuffet in der Death Valley Furnace Creek Ranch

 

Heiss und heisser, Es geht durch den Rand der Wüste (Bakersfield) in die Wüste: Mojave, California City, Ridgecrest. Wer wohnt hier freiwillig und was machen die Leute hier (einige kleine grüne Oasen)? Ansonsten alles dürr. Der heiße Wind ist anstrengend und null kühlend. Der Schweiss rinnt aus allen Poren. Nach Stop in Ridgecrest geht's über 65 mi (100 km) durch die pure Einsamkeit, meist geradeaus. Kein Schatten weit und breit. Wir denken an die Siedler, die in den 1880 hier alles erschlossen haben mit Pferd (Stier) und Wagen. Ankunft im Death Valley nach langer Fahrt durch dieses unwirkliche Land. Um 17.00 Uhr Stop in der Furnace Creek Ranch, aktuelle Temperatur am Empfang 115 Grad ca. 48 Grad Celsius. Auch das Schwimmbad bringt keine Abkühlung. Nachttemperatur wird bei 25 Grad liegen.. keine Abkühlung für Mensch und Mopped.

 

14.06.2008

150 mi Death Valley, CA – Las Vegas, NV -- Pizza, MCD und Nathans, Luxor

 

Bei gut 30 Grad gehts am Morgen los, die Strecke kommt einenm aufgrund der Hitze länger vor. Hatten wir es uns noch letzte Woche wärmer gewünscht? Unvorstellbar :-)  Wir verlassen die Oase, fahren durchs Valley zum Dantes View und blicken hinab auf Badwater; die tiefste Stelle der USA mit 86 m u. NN Beeindruckend. Nicht lange Aufhalten bei der Hitze und mangelndem Wind. Durch die Berge nach Nevada, von oben wird das 20 km weit entfernte Las Vegas und der Stratospheare Tower erkennbar. Vor'm Einchecken geht's ins Harley Davidson Café zum Abkühlen mit ner Cola. Der Nachmittag wird am Pool verbracht, abends gepokert und gut Geld verloren. Die Casino Atmosphäre ist schon speziell.

 

15.06.2008

Ruhetag Las Vegas, NV -- Harley-Davidson Cafe und Bagels, Relaxen im Luxor

 

Nach dem Frühstück laufen wir durch die Casinos, HD-T-shirts kaufen und so sind schnell 4 Stunden verdaddelt. Den weiteren Nachmittag geht es an den Pool. Wo sonst sollte man die Hitze ertragen. Aus den News erfahren wir, dass Las Vegas und der Süd-Westen der USA eine unglaubliche Hitzewelle erfährt; seit vielen Tagen liegt die Temperatur bei knapp 40°C. Abends fahren wir mit dem Moped über den Strip, die Wasserspiele am Bellagio bestaunen und dann weiter zum Stratosphere Tower: Acherbahn fahren. Naja, eher 3 Fahrgeschäfte, welche sich 220 meter über NN befinden. Aber ein toller Blick auf die Stadt.

 

 

Übersicht weiterlesen