Alser-On-Tour

Yellowstone Nationalpark und der pazifische Nordwesten

29.06. – 04.07.2011: Der älteste Nationalpark der Welt, die unglaubliche Weite in Montana und schöne Tage mit Freunden


Der Yellowstone Nationalpark, mit fast 140 Jahren der älteste Nationalpark der Welt, beeindruckt uns auch bei unserem zweiten Besuch. Es ist wunderschön, was Mutter Natur geschaffen hat. Berge, Wälder, große Seen und natürlich die geothermischen Quellen, allen voran der Geysir „Old Faithful“. Als wir ankommen, verebbt der aktuelle Geysir-Ausbruch und wir warten eine gute Stunde auf den nächsten Ausbruch. Die zeitliche Vorhersage weicht nur um wenige Minuten ab, diese Zuverlässigkeit ist sehr erstaunlich, erklärt aber den Namen „der alte Getreue“. Wir nutzen die Wartezeit zum Abendessen am Parkplatz – der große Vorteil, wenn man seine Küche überall dabei hat. Wir werden von einem britischen Ehepaar angesprochen, das mit einer BMW 1200 GS unterwegs ist. Es stellt sich heraus, dass die beiden einige Zeit in Annaleens Heimatstadt Buxtehude gelebt haben! Die Welt ist ein Dorf. Es sind Geschichten wie diese, die unsere Reise so vielfältig interessant machen. 

Im Park leben viele Bisons, die manchmal genüsslich langsam die Straße queren und dadurch lange Staus verursachen. Die Tiere wirken sehr gemächlich und ruhig, trotzdem hoffen wir inständig, dass sie nicht allzu dicht an uns auf den Mopeds herankommen. Wir sehen zudem Wapiti-Hirsche und natürlich unzählige Präriehunde und Murmeltiere. Ein paar Eindrücke aus diesem wunderschönen Nationalpark:

 

Nachdem wir Yellowstone auf der Westseite verlassen, fahren wir nordwestwärts nach Virginia City. Schon der Name klingt nach Western, Goldrausch und Bonanza. Man erwartet, dass jeden Moment Ben Cartwright und seine Jungs um die Ecke galoppiert kommen. Tatsächlich ist Virginia City eine lebendige Museumsstadt mit vielen Gebäuden und Geschäften original erhalten aus der Zeit um 1865, als hier die Goldschürfer ihr Glück suchten. Das ist Geschichte zum Anfassen.

Von Virginia City fahren wir weiter nach Norden, wir wollen im Glacier Nationalpark die sogenannte Road to the Sun fahren. Bei unserer USA-Tour vor drei Jahren war die Straße wegen Schneefalls gesperrt. Leider ereilt uns dieses Schicksal auch dieses Mal und wir müssen wieder den Park auf der Südseite umfahren. Dabei geraten wir kurz vor Browning in einen schweren Sturm. Binnen weniger Augenblicke fällt die Temperatur von 26°C auf 12°C und Regen und Hagel prasseln auf uns nieder. Der orkanartige Wind drücken uns fast in den Graben und es schüttet so dermaßen, dass man kaum 5m weit gucken kann. Ausgerechnet jetzt sind wir mitten im Nirgendwo ohne eine Siedlung weit und breit. Zum Glück können wir uns nach ca. 3km in eine kleine Kunstgalerie retten und warten, dass der Sturm vorüber zieht.

Das Wetter wird nicht besser und wir sehen die schöne Berglandschaft leider nur in Wolken.

Wir durchfahren das kurze Stück von Idaho im Norden und nehmen den Highway 2 quer durch Washington State über die Cascade Mountains nach Kirkland bei Seattle. Wir besuchen Sarah, Mika und ihren kleinen Sohn Andrew. Vor 15 Jahren hat Annaleen für ein halbes Jahr als Austauschschülerin bei Sarah und ihrer Mutter gewohnt. Es ist dieses Mal nur ein kurzer Besuch, aber wir werden im September noch einmal wieder kommen.

 

Am 03.07. erreichen wir das Örtchen Chilliwack bei Vancouver. Hier schlagen wir für ein paar Tage unser Lager bei unserem Freund Mark und seiner Frau Julie auf. Mark und seinen Sohn Michael haben wir Mitte November südlich der Iguazu-Wasserfälle in Argentinien kennen gelernt. Die Mopeds bekommen den vollen Service und werden für die Tour nach Alaska und zurück gerüstet.

 

Zu den Fotos dieser Woche: USA - Nach Vancouver


zum nächsten Kapitel: Kanada - British Columbia

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