Alser-On-Tour

Von Bangkok nach Penang und wieder zurück

26.11.-22.12.2012 Viel Wartezeit in Bangkok, viele Kilometer nach Süden und viel Regen in Malaysias Norden


Hatten wir uns bei der Einreise nach Kambodscha über die unverschämten Bakschisch Forderungen der Grenzbeamten geärgert, trauen wir am Grenzübergang Poipet-Aranyaprathet auf thailändischer Seite kaum unseren Augen: ausländische Touristen zahlen bereitwillig mehrere Dollar an die Grenzer, um in der langen Warteschlange bei der Passkontrolle nach vorne durchgehen zu können! Das beobachten wir während unserer über einstündigen Wartezeit mehrfach. Wir sind fassungslos und frustriert, denn es sind Personen wie diese, die die Schmiergeld-Maschinerie am Laufen halten.

 

Unsere Rückkehr nach Bangkok vergeht ansonsten ereignislos und wir liefern die Mopeds vereinbarungsgemäß bei BKK Motorcycles, einem der zwei BMW Händler in Bangkok, zur überfälligen Inspektion ab. Aus geplanten 3 Tagen Aufenthalt werden am Ende leider 10 – die F800 benötigt überraschend eine neue Steuerkette und schlechte Erinnerungen an den totalen Motorschaden im August 2011 kommen bei uns hoch… Mit der neuen Steuerkette sollte das Schlimmste aber abgewendet worden sein. Die F650 ist topfit und beweist erneut die Zuverlässigkeit als Langzeitreisemobil. Sehr schön!

Es gäbe sicherlich schlimmere Orte zum Warten als Bangkok, aber auch hier haben wir irgendwann alles Interessante abgeklappert. Der Einzelhandel rüstet auf zum Weihnachtsendspurt mit viel bunter Weihnachtsdekoration, was uns doch recht ironisch erscheint in einem buddhistischen Land. Aber der Kommerz diktiert, das Weihnachtsgeschäft mit kauffreudigen Touristen ist sicher eine wichtige Einnahme.

 

Die „verlorene“ Woche zwingt uns – mal wieder – zu einer Planänderung. Nur eine kurze Runde nach Malaysia ist drin, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung heraus stellt, da es jeden Tag in Malaysia regnet.

So fahren wir auf der Schnellstraße südwärts und kommen nach drei Tagesetappen in Malaysia an – nach 80.000km das 40. Land auf unserer Reise! Auf den ersten Blick wirkt es hier „aufgeräumter“ als Thailand.

In Georgetown, auf Penang, beantragen wir uns am Morgen des 11.12. ein Touristenvisum beim thailändischen Konsulat (da wir länger als 15 Tage im Land bleiben möchten) und erhalten unsere Pässe mit dem Visumsaufkleber am Nachmittag zurück. So steht unserem Aufenthalt in Thailand bis Anfang Januar nichts mehr im Wege! Am folgenden Tag drehen wir eine touristische Runde über Penang, eine 285km² große Insel an der Straße von Melakka vor der Westküste Malaysias. Die Insel ist dicht besiedelt und bietet nur wenig interessante Fahrstraßen, so dass die Runde eher langweilig ausfällt.

 

Nach drei Tagen ist unser Malaysia-Aufenthalt fürs erste auch schon wieder vorbei, wir werden Mitte Januar noch einmal zurück kommen. Den Rückweg nach Bangkok gehen wir etwas langsamer an und fahren großteils entlang der Westküste nordwärts.

Der Süden Thailands ist stark muslimisch geprägt und so werden wir mal wieder gegen 05 Uhr vom Ruf des Muezzins aus dem Schlaf gerissen. So richtig ruhig sind die Nächte aber alle nicht – wenn nicht der Muezzin weckt, dann sind es lärmende Frühaufsteher oder dauer-krähende Hähne oder es wird bis tief in die Nacht in den vielen Karaoke-Bars gejault.

Auf Koh Lanta schwimmen wir in der Andaman See und genießen den Tag am Meer. Der nächste Tag führt uns über eine schöne Kurvenstrecke (was für eine Wohltat nach den vielen eintönig-geraden Strecken) zum Südrand des Khao Sok Nationalparks. Dort biegen wir auf die Nationalstraße 4 und spulen die verbleibenden Kilometer via Ranong und Chumphon nach Bangkok ab. Zum Schluss noch ein paar bewegte Bilder:

 

 

 

Zu den Fotos geht es über diesen Link: Thailand – Süden

Zum nächsten Kapitel: Thailand - Verschiffung

 

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