Alser-On-Tour

Fahren abseits geteerter Straßen

13.06.-19.06.: Schottertour mit Motoprovence

Die Generalprobe mit kompletter Ausrüstung


Im Rahmen unserer Tour-Vorbereitung nehmen wir an einem einwöchigen Fahrtraining auf großteils unbefestigten Straßen teil. Wir entscheiden uns für den Anbieter Motoprovence in der, wie der Name schon andeutet, Provence und so heisst es vom 13. bis 19. Juni: let's go offroad.

Zu unserem Vorteil buchen die anderen Teilnehmer kurzfristig auf einen anderen Termin um, so dass wir in den Genuss eines Einzeltrainings kommen.
Nach einer kurzen "Aufwärmphase" am ersten Vormittag auf Michaels Gelände etwas ausserhalb seines Wohnortes Pernes les Fontaines fahren wir dann auch bald los, um die ersten Schotterpisten zu meistern.

Aller Anfang ist schwer, Annaleen bleibt in einem unsicheren Moment in den Steinen hängen und kippt nach rechts. Das Ergebnis: leicht verkratzter Sturzbügel und ein verbogener (Fuß)Bremshebel. Kein Problem, letzterer wird abends an Michaels Werkbank im Schraubstock wieder gerade gebogen.

Mit jedem weiteren Kilometer werden wir sicherer abseits der asphaltierten Straßen und schlängeln uns Tag für Tag die verschiedensten Wege hinsichtlich Beschaffenheit, Steigung oder Breite hinauf und wieder hinunter. Die Mopeds sind sehr geduldig, es ist immer wieder erstaunlich, mit wie wenig Mühe die "Dickschiffe" den noch so holprigsten Weg hochschnurren. Dadurch dass wir viel abseits der "normalen" Straßen fahren, sind wir meist alleine unterwegs und lernen die Provence von einer ganz anderen Seite kennen. So macht das Spaß!

Es hatte viel geregnet in letzter Zeit und auch wir haben durch starken Dauerregen (der im Var große Schäden anrichtet) von Montag Abend bis Dienstag Mittag am Dienstag einen halben Tag Zwangspause. Sobald die Straßen abtrocknen, sind wir aber wieder unterwegs. Einen guten Nebeneffekt hat der Regen: wir bekommen viel Übung bei Wasserdurchfahrten! Auch nasser Sand oder Waldboden kann uns nicht mehr erschrecken.

Eine Übungseinheit für provisorische Reparaturen gibt es auch: Nach einer plötzlichen und ungeplanten Begegnung zwischen Annaleens 650er und einer großen Kabelrolle müssen einige Bruchstellen im vorderen Bereich geschient bzw. geklebt werden. Und siehe da, Sekundenkleber, Kabelbinder und eine kleine Metallschiene sind hervorragende Hilfsmittel und halten bereits gut 1000km. Gut, dass wir diese Utensilien bereits auf der Liste für die einzupackenden Ersatzteile haben. Das Moped muss kommende Woche aber trotzdem in die Werkstatt, da bei dem kleinen Zusammenstoß die Scheiben vom Frontlicht zu Bruch gegangen sind und die Polizei auf Dauer wohl nicht das Klebeband tolerieren wird.

 

Unser Fazit am Ende einer abwechslungsreichen und lernintensiven Woche: das Training war sehr gut, wir haben viel gelernt bei Michael und fühlen uns nun gut gewappnet. Die große Unbekannte "Schotterpiste" ist nun nicht mehr unbekannt.

 

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