Alser-On-Tour

Am Kap Reinga beginnt der Rückweg

11.03.-17.03.2013 Im Northland verbringen wir unsere letzten Fahrtage in Neuseeland ehe wir nach Auckland zurück kehren


Unsere Zeit in Neuseeland neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Wie heißt es passend in einem 80er Jahre Popsong: die Zeit geht so schnell um, wenn man Spaß hat.

Und Spaß hatten wir hier – von dem DHL-Drama einmal abgesehen. Dieses ist übrigens nach wie vor nicht beendet, da das Paket entgegen unserer mehrmaligen ausdrücklichen Anweisung nach Wanaka geliefert wurde. Zu dem Zeitpunkt sind wir allerdings schon zwei Wochen weg. Es sei noch einmal betont, dass es sich um einen Express-Versand handelt! Nun warten wir (ebenfalls seit gut zwei Wochen) auf eine Antwort von DHL, wie der Stoßdämpfer wieder nach Deutschland kommen wird.

 

Die letzten Fahrtage in Neuseeland verbringen wir im hohen Norden. Von der Hibiskus-Küste etwas nördlich von Auckland fahren wir über eine schön kurvige Nebenstrecke nach Russell in der „Bay of Islands“. Unweit von hier liegt Waitangi, wo im Jahre 1840 ein noch heute gültiger Vertrag zur Regelung der Landrechte zwischen Kolonialherren und Maori geschlossen wurde. Aus diesem Anlass ist Waitangi-Day am 06. Februar ein nationaler Feiertag.

Wir umfahren Waitangi und machen uns auf den Weg weiter nordwärts zum Kap Reinga. Hier ist das Ende – oder der Anfang – von Neuseeland und wir machen uns auf den Rückweg. Bei den Maoris glaubte man, dass die Seelen der Verstorbenen hier am Kap ihren „Heimweg“ antreten.

 

Zum Abschluss unserer Neuseelandzeit gibt dieses Video einen weiteren guten Eindruck in dieses Motorradtraumland:

 

In zwei Tagesetappen fahren wir zurück nach Auckland, wo wir am 15.03., genau 50 Tage nach unserer Ankunft, unsere Mopeds in ihre Transportkisten, die wir während der letzten 7 Wochen hier eingelagert hatten, verpacken. An diesem Freitagmittag ist der Packschuppen wie ausgestorben und wir können ganz in Ruhe die Kisten wieder zusammen zimmern. Nach genau vier Stunden ist alles verpackt und verstaut und unsere Mopeds bereit für die gut sechswöchige Heimreise. Leider sind die Papiere nicht wie versprochen fertig, so müssen wir die Ausfuhrverzollung auf Montag verschieben.

Ehe auch wir uns von Neuseeland verabschieden, verbringen wir drei Tage in Auckland. Wir besuchen Jan und Emma, bei denen wir dankenswerterweise einige unserer Sachen in den vergangenen Wochen einlagern konnten. Jan stammt übrigens aus der Nachbarschaft von Annaleens Heimatdorf und ist vor 12 Jahren für seinen Arbeitgeber nach Neuseeland gekommen – und geblieben.

In Auckland erleben wir - neben zwei Erdbeben am Sonntagmittag - den ersten signifikanten Niederschlag seit 6 Wochen. Es hat in den meisten Landesteilen seit fast 3 Monaten kaum geregnet, was wir an den vielen braunen Feldern und vertrockneten Landschaften gesehen haben. Wie dringend nötig und ersehnt der fürs Wochenende angekündigte Regen ist, wird deutlich, wenn die Nachrichtensprecherin im nationalen Fernsehen die Zuschauer mit den Worten „Genießen sie das Regenwochenende“ verabschiedet.

Unseren letzten Tag in Neuseeland lassen wir ganz ruhig angehen. Unsere letzte offizielle "Amtshandlung" ist der Weg zur Zollbehörde, wo innerhalb von 10 Minuten der Papierkrieg erledigt ist. Schön, wenn etwas reibungslos klappt. Nun freuen wir uns auf ein paar Tage in Melbourne.

 

Zu den Fotos geht es hier: Neuseeland - Der Weg zurück

Zum nächsten Kapitel: Heimweg

 

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