Alser-On-Tour

Die erste Woche

28.01.-03.02.2013 Die ersten Kilometer über tolle Straßen bei bestem Wetter im Land der großen weißen Wolke


Die erste Woche in Neuseeland lässt sich mit einem Wort zusammen fassen: FANTASTISCH!

Und diese bewegten Bilder bestätigen es:

 

Damit wäre alles gesagt und dieses der kürzeste unserer bisherigen 82 Reiseberichte. Ein bisschen ausführlicher geht es aber natürlich schon :-)

 

Unsere erste Tagesetappe führt uns am 26.01. von Auckland zur Coromandel Halbinsel. Im Großraum Auckland ist wegen eines Feiertages am Montag für viele ein langes Wochenende und die Coromandel ein beliebtes Ausflugsziel der Städter. Das klingt nach viel Verkehr und langsamen Vorankommen. Dem ist aber überhaupt nicht so und wir erleben absolut stressfreies Fahren. Die Straße windet sich entlang der Küste und bietet uns immer wieder tolle Ausblicke auf Land und Meer.

Bei bestem Sommerwetter beenden wir den ersten Fahrtag auf einem idyllischen Campingplatz direkt am Meer. Endlich wieder Campen! Die Arbeitsgriffe sitzen noch ganz automatisch und schon bald steht unsere Behausung. Zelt, Schlafsäcke und Luftmatratzen brauchen zunächst aber eine kräftige Lüftung; es riecht alles sehr intensiv nach dem Desinfektionsmittel, mit dem die Transportkisten für die Reise nach Neuseeland begast wurden. Aufgrund des intensiven Geruches haben wir den Verdacht, dass – entgegen der vorherigen Absprache! – die Holzkisten erst NACH dem Verpacken in Bangkok begast wurden. Kein Wunder, dass unsere Kleidung und das ganze Zeltequipment so müffeln.

Noch während wir am Aufbauen unseres Lagers sind, kommen die ersten Besucher in Form anderer Camper vorbei. Die Kiwis sind sehr interessiert an den Motorrädern mit den ausländischen Kennzeichen und fragen nach unserer Geschichte. Wir tauschen Reisegeschichten mit einem Paar aus Hamilton aus, die vor vielen Jahren mit dem Fahrrad von Europa nach Südafrika gefahren sind. So schnell vergeht ein Abend auf dem Campingplatz.

Als am anderen Morgen dunkle Regenwolken aufziehen, sagen wir bekümmert kurzerhand die Einladung des Campingplatzbesitzers, uns durch eine nahegelegene alte Mine zu führen, ab und sehen zu, dass wir vor dem Regen nach Süden kommen. Das klappt und schon bald fahren wir im schönsten Sommerwetter durch das Inland, vorbei an den Städten Rotorua und Taupo, auf die Westseite der Nordinsel. Wir nächtigen heute in Taumarunui. Das soll man mal fehlerfrei und schnell aussprechen. Viele der Maorisprache entnommene Ortsnamen sind übrigens echte Zungenbrecher und bestechen durch unglaublich viele Buchstaben. Da wundert es nicht, dass einer der längsten Ortsnamen der Welt (58 Buchstaben) zu einem Dorf bzw. kleinen Berg in Neuseeland gehört.

 

Taumarunui ist der Beginn, oder je nach Richtung auch der Endpunkt, des sogenannten „Forgotten World Highway“, der über 155km Taumarunui mit Stratford verbindet. Der Name spielt auf die abgeschiedene Lage an, denn die Straße führt durch weitgehend unberührtes Gebiet und windet sich über mehrere Bergsattel und durch eine kurvenreiche, tiefe Schlucht entlang eines Flusses. Da lacht das Motorradfahrerherz. 

Als wir uns Stratford nähern, rückt der imposante Mt. Taranaki ins Blickfeld. Der 2518m hohe Vulkan mit perfekter Kegelform überragt die umliegende Landschaft und ist das Wahrzeichen der Taranaki-Halbinsel, die wir am kommenden Tag auf dem Rückweg nach Taumarunui umrunden.

So schön es hier in der Gegend ist, es zieht uns doch stark auf die Südinsel, wo wir gut vier Wochen verbringen wollen. In zwei Etappen spulen wir die Kilometer bis nach Wellington ab, von wo aus wir am nächsten Morgen die Fähre über die Cook-Straße nehmen werden.

 

Zu den Fotos der ersten Woche geht es hier: Neuseeland - Nach Süden

Zum nächsten Kapitel: Neuseeland - Westküste der Südinsel

 

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