Alser-On-Tour

Ecuador im Schnelldurchlauf

04.04. – 24.04.2011: Von Quito über Deutschland nach Kolumbien


Vom Tropenstrand in Puerto Lopez fahren wir in zwei Tagesetappen nach Quito.

Landschaftlich gefällt uns Ecuador sehr gut. In den tieferen Lagen führt die Straße entlang Reisfelder und großer Bananenplantagen, in höheren Lagen zieht sich die Straße an grünbewaldeten Hügeln und steigt ca. 100km vor Quito steil in die Anden auf.

Ecuadors Hauptstadt liegt in einem schmalen Längstal auf 2850m und begrüßt uns mit Nieselregen und frischen Temperaturen – ein großer Kontrast zu den heißen Temperaturen der letzten Tage am Pazifik. Quito ist die höchstgelegene Hauptstadt der Welt (sagt Wikipedia) und wurde aufgrund der geologischen Gegebenheiten im Laufe der Jahrhunderte mehrfach von Erdbeben und Vulkanausbrüchen zerstört und immer wieder aufgebaut.

Der Straßenverkehr ist chaotisch wie in anderen südamerikanischen Großstädten, insgesamt wirkt die Stadt aber verhältnismäßig sicher und nicht so laut und verdreckt. Die koloniale Altstadt Quitos ist seit 30 Jahren als „UNESCO-Weltkulturerbe“ gelistet. Im Vergleich zu anderen Städten, die wir auf unserer Reise besucht haben, finden wir Quito jedoch nicht so sehr interessant und wir haben in einem kurzen Spaziergang alle für uns spannenden Sehenswürdigkeiten abgelaufen. Nicht ungewöhnlich für eine Großstadt sehen wir auch hier große Unterschiede bei den Menschen hinsichtlich arm und reich.

Leider regnet es viel, so dass wir nicht in den Genuss der spektakulären Aussicht auf den knapp 5900m hohen Vulkan Cotopaxi kommen. Quito ist umgeben von zahlreichen aktiven Vulkanen, die ebenfalls leider in Wolken verhüllt bleiben. Damit lohnt sich auch nicht der Ausflug mit der Seilbahn auf den „Hausvulkan“ Pichincha.

Nach drei Nächten ziehen wir weiter Richtung Kolumbien und überqueren nur wenige Kilometer nördlich von Quito den Äquator. Um genau zu sein, überqueren wir die magische unsichtbare Linie mehrfach. Das erste Mal verpassen wir fast. Nur die GPS-Anzeige von N00°00.000’ verrät, dass wir uns auf der Nordhalbkugel befinden. Ein paar Kurven später kommt dann ein offizielles Schild, dass wir uns in der „Mitte der Erde“ befinden. Wir platzieren die Mopeds für das obligatorische Foto direkt vor dem Monument, als eine ostdeutsche Reisegruppe eintrifft. Damit kommen wir in den Genuss, die Erklärungen rund um die Äquator-Linie auf Deutsch zu hören.

Unsere letzte Nacht in Ecuador verbringen wir in einer umständlich zu erreichenden, aber gut gelegenen Herberge mit einem tollen Ausblick auf das Städtchen Otavalo und die hübsche Landschaft.

Wir haben ein paar Fahrimpressionen als Video zusammengestellt:

 

Am 21.04.2011 reisen wir in das letzte Land unserer Südamerikareise ein: Kolumbien. Die Ausreiseabfertigung in Ecuador dauert geschlagene 3 Stunden – für einen Stempel im Pass! Das ist Rekord – hat aber wahrscheinlich mit der Osterwoche zu tun, es ist Gründonnerstag, und die Kolumbianer nutzen die freien Tage zur Reise ins Nachbarland. Unsere beiden BMWs parken wir neben zwei „Artgenossen“. Mit uns an der Grenze sind die beiden Kanadier Steve und Danielle mit ihrer F 800 GS und ein Franzose auf seiner R 1200 GS. So können wir uns die lange Wartezeit zumindest mit Reise-Geschichten vertreiben.

Mit den letzten Lichtstrahlen des Tages erreichen wir Pasto in Kolumbien. Wir sind gespannt auf dieses Land, haben wir doch viel Positives von anderen Reisenden gehört.

 

Link zu den Fotos dieser Woche: Ecuador


zum nächsten Kapitel: Kolumbien

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