Alser-On-Tour

Von Feuerland nach Punta Arenas

13.12. – 19.12.2010: Von Ushuaia über die Magellan-Straße nach Punta Arenas im Süden Chiles


Vom Ende der Welt in Argentinien geht unsere Reise weiter zur südlichsten Stadt auf dem amerikanischen Kontinent in Chile – um mal bei Superlativen zu bleiben.

 

Bevor wir Feuerland verlassen, veranstaltet der Kanu Club, in dessen Bootshaus wir übernachten, eine zünftige Weihnachtsfeier mit schöner Deko, DJ, und natürlich viel Grillfleisch. Wir sind auch eingeladen und genießen die ausgelassene Stimmung und denken an die Weihnachtsfeier unserer Freunde des Rhein-Neckar Chapters, die am selben Abend stattgefunden hat.

 

In Punta Arenas angekommen, beziehen wir für eine Woche Quartier im zusammen gebastelten Hostal Independencia, das mit viel Einsatz, Charme und Herzlichkeit von Eduardo und Pamela geführt wird. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Die folgenden Tage lassen wir ausgiebig die Seele baumeln, checken die Mopeds durch, reinigen alles vom Staub und erkunden die Stadt zu Fuß. Dadurch dass wir eine ganze Woche im Hostal wohnen, sehen wir viele Reisende kommen und gehen und lernen so einige interessante Leute kennen.

 

Eigentlich ist es müßig, den Wetterbericht anzuschauen, denn es ändert sich sowieso ständig. Der kräftige Wind schiebt die Wolken schnell über den Himmel, so dass man einfach nur eine Weile warten muss, falls einem das aktuelle Wetter grad nicht gefällt. :-)

 

Punta Arenas gefällt es uns gut. Die Stadt und die Region leben vom Tourismus, aber im Gegensatz zu Ushuaia ist Punta Arenas nicht zu schnell gewachsen. So hat sich die Stadt ihren Charakter bewahrt und man trifft an vielen Stellen auf die Geschichte der Eroberung und Kolonialisierung. Am Hauptplatz steht ein Monument für Herrn Magellan, der die Meerenge, an der Punta Arenas liegt, durchsegelt hat und die schließlich nach ihm benannt wurde. Die Legende besagt, dass man in diese Stadt zurückkehren wird, wenn man das Monument an einer bestimmten Stelle berührt. Na dann warten wir mal ab, was die Zukunft bringen wird. :-)

 

Am Freitag kommen uns Mark und Mike (die beiden Kanadier, die wir nördlich von Buenos Aires getroffen haben) besuchen. Sie haben sogar die von uns in einem Hostal vergessene Kleidung dabei. Wir verbringen einen schönen Abend zusammen und machen am Samstag einen kleinen Mopedausflug rund um Punta Arenas.

 

 

Hier begrüßen wir auch Walter und Annemarie (Annaleens Eltern), die nach 64-stündiger Reise mit 26 Stunden Verspätung ankommen… es muss Chaos aufgrund des Schnees in Deutschland herrschen ;-)

Christian und Cori (Annaleens Bruder mit Freundin) kommen nach 40 Stunden Reisezeit in Punta Arenas an; und das sogar ziemlich pünktlich, trotz einiger Schwierigkeiten zwischen Hamburg und München auf dem ersten Zubringerflug.

Jetzt ist die Reisegesellschaft komplett und wir können das Touri-Programm starten.

 

Von Punta Arenas geht es 450km nördlich in den Nationalpark Torres del Paine, wo wir während unseres dreitägigen Aufenthaltes die grandiose Kulisse von Bergen, Gletschern und tiefblauen Gletscherseen erwandern wollen.

 

Viel Spaß beim Anschauen der Bilder: Punta Arenas

 

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